Bereits am Freitagabend wurde deutlich, wie wichtig Gemeinschaft für demokratische Prozesse ist. Mit interaktiven Kennenlernspielen wie Bingo und weiteren Teamspielen entstand schnell eine offene, vertrauensvolle Atmosphäre. Anschließend beschäftigten wir uns mit den Verbandsstrukturen der THW-Jugend: Wie ist unsere Organisation aufgebaut? Wo können wir mitentscheiden? Welche Möglichkeiten der Mitwirkung haben Jugendsprecher:innen und Ortsjugendleitungen konkret? Der Abend klang in entspannter Runde mit Spielen und Gesprächen aus.
Der Samstag startete mit einem zentralen Baustein: unseren Umgangsregeln für die Arbeit mit dem Mitmach-Kompass. Gemeinsam entwickelten wir Leitlinien für einen respektvollen Austausch und formulierten Werte, die wir in unserer Zusammenarbeit leben möchten. Dabei wurde deutlich: Demokratie beginnt im Kleinen – im Zuhören, im Ernstnehmen von Ideen und im fairen Umgang miteinander.
Im weiteren Verlauf des Tages beschäftigten wir uns mit dem „Weg einer Idee in der THW-Jugend“ und warfen einen Blick auf Strukturen des Katastrophenschutzes. Wir diskutierten, wie Entscheidungen entstehen, wie Prozesse organisiert sind und welche Verantwortung jede und jeder Einzelne übernimmt. Besonders intensiv war der Austausch über Motivation und Engagement: Was treibt uns an? Warum bringen wir uns ein? Und was wären mögliche „Worst-Case“-Szenarien, in denen wir vielleicht den Spaß verlieren könnten? Die ehrlichen Gespräche haben gezeigt, wie wichtig Wertschätzung, Transparenz und Zusammenhalt für nachhaltiges Engagement sind.
Der Sonntag widmete sich dem Thema Macht und Verantwortung. In interaktiven Übungen reflektierten wir Machtverhältnisse, Entscheidungswege und die praktische Umsetzung von Mitbestimmung. Dabei ging es nicht nur um Theorie, sondern um konkrete Handlungsmöglichkeiten für die eigene Ortsjugend.
Über das gesamte Wochenende hinweg lernten wir zahlreiche Methoden und Spiele kennen, die sich direkt in den Jugenddienst übertragen lassen. So verbinden wir demokratische Bildung mit Spaß, Motivation und praktischer Umsetzung vor Ort.
Das Seminar hat einmal mehr gezeigt: Demokratie ist kein abstraktes Konzept – sie lebt von Beteiligung, Haltung und Mut zur Mitgestaltung.
Danke an alle Teilnehmenden für dieses engagierte, inspirierende und stärkende Wochenende!